Sonntag, 29. Juni 2014

Kirgisistan Teil 2

Nach kurzem Aufenthalt in Bishkek sind wir nach Karakol am riesigen Issyk-Köl See aufgebrochen, der nach dem Titicacasee der zweitgrösste Gebirgssee der Welt ist. Von hier aus starteten wir mit zwei zufällig kennen gelernten, sehr netten Oberösterreichern (Lisi und Severin) einen 3 Tagestreck durchs Karakol Tal, vorbei am Ala Köl See und über den Ala Köl Pass zu den Altyn Arashan Thermalquellen. Danke an Severins Oma – die köstliche Erbeermarmelade zum Nachtisch wird uns in Erinnerung bleiben.

Strandparty am Issyk Köl See

Camp mit Herz Jesu Feuer :-)

Ala Köl See


Lisi und Severin am Pass

Herz der Alpen,  ah.. des Tian Shan

Typisch Kirgisistan


Von Karakol fuhren wir dann per Bus nach Kochkor und wieder kam die Wanderlust. Vom Kyzart Pass aus machten wir uns mit Gipfelcamp auf den Weg zum 3000m hoch gelegenen Song Köl See. Der Song Köl See ist ungefähr halb so gross wie der Bodensee und seine Umgebung ist nur im Sommer als eine Art riesige Alm besiedelt. Um den See und in den Bergen herum werden dann hunderte Yurten aufgestellt und die riesigen Flächen von Pferde-, Schaf- und Kuhherden abgegrast. Im Winter soll es dort bitter kalt sein und eine über 1 Meter dicke Eisschicht den See bedecken.




Blick Richtung Kyzgart Pass
Song Köl im Abendlicht

Camp am ?Gipfel auf 3300m
Song Köl See in ganzer Pracht

Zum Brunch bei Nomaden



Der See ist sehr flach.


Edelweiss wächst wie Heu.

Erledigt...


Kirgisistan hat uns mit seinen Naturschönheiten mehr als beeindruckt, auch wenn wir wohl nur einen Bruchteil gesehen haben. Obwohl sich die Kommunikation mit den Kirgiesen sprachlich etwas schwierig gestaltet, sind die Kirgiesen auf jeden Fall ein sehr lustiges, freundliches und hilfsbereites Volk.
Schon morgen geht es weiter über Istanbul und Singapur nach Sumatra (Indonesien).

Freitag, 20. Juni 2014

Ski Kirgisistan

Seit 6.6. sind wir nun in Kirgisistan unterwegs, einer kleinen Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien, ungefähr 2.5 mal so gross wie Österreich mit 5.5 Mio Einwohner. Die Hauptstadt Bischkek finden wir sehr entspannend – ist mehr ein riesiger Park mit Häusern. 
Bischkek Hauptplatz



Hier in Kirgisistan wollen wir endlich unsere Ski zum Einsatz bringen, was uns bestens gelingt. Über http://www.backcountryskikyrgyzstan.com vermittelt, verbrachten wir mit Guides tolle Tage im Ala Archa Nationalpark. Zuerst waren wir vier Tage in der Upper Ala Archa Ski Base am Ala Archa Gletscher, dem ehemaligen Sommerlager der Sowjet Ski Cracks. Von den einst ruhmreichen Zeiten ist auch hier nur mehr wenig übrig: Anstatt dem ehemaligen Fahrweg zur Ski Base, muss man nun 20 km Fussmarsch absolvieren, von den Liftanlagen sind nur mehr ein paar Stützen übrig und das ehemalige Hotel ist heute mehr als Biwak zu bezeichnen, aber uns hat es mehr als gereicht. Dafür war Schnee und Skigelände optimal und wir machten tolle Firntouren auf Gipfel zwischen 4000 und 4200 Meter. 

Wanderbekanntschaften

Ein Wodka geht sich immer aus.
Für Kirgisen fängt das Skivergüngen erst ab 125 unter der Bindung an.

Marsch ins Ala Archa
Upper Ala Archa Ski Base



Skidoo Fahrer, Peak Lenin Träger und Allein Unterhalter Sergei




Apres Ski mit Wanderern - eine Flasche Wodka hat bei jedem Kirgisen im Rucksack Platz









Anschliessend gingen wir das Tal wieder heraus und wagten uns auf den Ak Sai Gletscher. Zuerst Aufstieg auf die gepflegt Racek Hütte, die in einer tollen Umgebung liegt. Hier gibt es Wander-, Ski-, Eis- und Felstouren jeglichen Schwierigkeitsgrads und vor allem zu Sowjetzeiten diente die Gegend als Ausbildungszentrum für Alpinisten der ganzen Union. Am nächsten Tag weiter auf den Korona Gletscher mit Übernachtung im „Hotel Korona“. Am nächsten Tag konnten wir dann schliesslich den Peak Korona (4800m) besteigen und bei besten Firnverhältnissen die Abfahrt bis etwas oberhalb der Racek Hütte geniessen.
Bei der Racek Hütte. Wir durften diese Privathütte benutzen. Im Hintergrund Peak Korona.


Peak Free Korea.

Hotel Korona

Free Korea

Nicolai - Guide und Geologe

Am Peak Korona.








Blick Richtung Bishkek



Racek Hütte im Abendrot.