Am 11.9. sind wir ueber einige Zwischenstationen in Santiago de Chile gelandet. Der 11.9. ist nicht nur fuer die USA ein historischer Tag, sondern auch in Chile, denn am 11.9.1973 wurde die sozialistische Regierung unter Salvador Allende geputscht und die lang andauernde Militaerdiktatur unter Pinochet begann. Daher wird in Chile Jahr fuer Jahr mit allerlei Aktionen an dieses Datum "erinnert". So gab es dieses Jahr Sprengstoffanschanschlaege auf die U-Bahn und solche Drohungen. Da wir davon nichts wussten, fuhren wir gemuehtlich mit der U-Bahn durch die Stadt und wunderten uns, dass wir diese praktisch fuer uns hatten...
In Santiago waren wir bei Alvaro und Uli und ihrem Sohn Manuel untergebracht. Alvaro war 2002 fuer ein paar Monate nach Innsbruck gekommen um besser Deutsch zu lernen, ist dann aber 2 Jahre geblieben und hat nicht nur Deutsch gelernt. So hat er dort unter anderem Clemens und vor allem die Uli aus Kaernten kennen gelernt. Bei Alvaro wartete schon das aus Kirgisistan verschiffte Skipaket auf uns, der es fuer uns aus den Faengen des chilenischen Zolls befreit hatte.
 |
| Santiago de Chile mit Andenkette |
 |
| Manuel auf Sonntagsbergtour in der Naehe von Santiago |
 |
| mit dem Aconcagua im Hintergrund. |
Um die Weiten Chiles und Argentiniens zu erforschen, hatten wir uns entschlossen fuer die Zeit ein Auto zu mieten. Wir wurden bei einer alternativen Autovermietung fuendig, die uns nicht nur ein Auto, sondern gleich einen kleinen Camper Van vermieteten und mit diesem sind wir nun unterwegs.
 |
| Unser Bus mit ausgefallenem Design |
 |
| und dummen Spruch (dafuer werden wir fast jeden Tag photographiert). |
Zuerst fuhren wir zu den Termales de Chillan, wo wir bei perfekten Bedingungen zwei Tage Ski fahren waren. Anschliessend verbrachten wir einige Zeit im chilenischen Seengebiet. Hier hat es leider relativ hauefig geregnet und unser Skiplaene stark vereitelt. Ueber Alvaro vermittelt verbrachten wir aber einige Tage in lustiger Gesellschaft bei Truus und Hans Saler, die beide mehrere Leben gelebt haben. Hans war frueher Extrembergsteiger (war z.B. 1970 bei der Sagen umwobenen Nanga Parbat Expedition dabei) und dann zuerst ohne und spaeter mit Truus jahrelang auf einem selbstgebauten Segelboot auf den Weltmeeren unterwegs. Als ihnen dies zu langweilig wurde, haben sie das Boot mit einem VW Bus ausgetauscht und sind so weitergefahren. Nach insgesamt wohl 30 Jahren auf der Welt unterwegs sein, sind sie in Chile am Fusse des Vulkan Villarrica in Pucon mit mehreren Tieren sesshaft geworden. Wie man sich vorstellen kann, habe sie genug Anekdoten zu erzaehlen und sie tuen dies gerne. Ein Portrait ueber die beiden gibt es auf:
http://www.ardmediathek.de/tv/Lebenslinien/Der-Gratwanderer/BR-Fernsehen/Video?documentId=22139966&bcastId=14913740
 |
| Hans mit seinem Dalai Lama |
 |
| Fruehstuecksrunde |
Trotz des ueblen Wetters, konnte wir in guten Phasen etwas unternehmen und bestiegen den Volcano Lonquimay und Volcano Villarrica und versuchten den Volcano Llaima.
 |
| Einkehrschwung im Skigebiet Termales de Chillan |
 |
| Tour Richtung Vulcano Chillan. |
 |
| Dieser Lift musste ausgegraben werden. |
 |
| Vulcano Lonquimay |
 |
| Am Gipfel unseres einzigen 3000er |
 |
| Vulcano Llaima beim Start. |
 |
| Nach 2 Stunden in dieser Suppe kehrten wir um. |
 |
| Lago und Vulcano Villarrica. |
 |
| Aufstieg zum Villarrica. |
 |
| Der Gipfelkrater mit aufgrund der giftigen Daempfe unbezwingbaren Kratereissuedwand. |
Von Pucon aus wechselten wir auf die andere Seite der Anden nach Argentinien. Auf Strassen mit tollen Ausblicken (Ruta de los siete lagos) fuhren wir bis nach San Carlos di Bariloche. Bariloche ist eine traumhaft an einem See gelegene Stadt, in deren Umgebung es auch einige Ski-, Wander und Klettergebiete gibt. Mit dem Schnee ist hier allerdings nicht mehr viel los und so haben wir die Ski mit den Bergschuh ausgetauscht. Durch Truus vermittelt, durften wir uns bei Li einquartieren. Li ist eine argentinische Slacklinerin und Klettererin, die einige Jahre in Deutschland gelebt hat, und jetzt dabei ist, in der Naehe von Bariloche einen kleinen Camping Platz aufzumachen.
So, dass war es fuer Heute. Wir wuenschen Euch noch einen tollen Herst und senden
schone Gruesse aus dem patagonischen Fruehling.