Dienstag, 22. Juli 2014

Auf Sumatra

Unser erstes Ziel in Indonesien war also die westlichste Insel Sumatra, die sich über den Äquator streckt. In der grössten Stadt Medan angekommen, merkten wir, dass in der islamischen Welt der Ramadan statt findet, was heisst, das gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen oder trinken. Nach Sonnenuntergang geht dann aber die Party richtig los und es wird aufgetischt, dass sich die Balken biegen. Es wird auch dazu genutzt zusammenzukommen und es gemeinsam zu feiern. Vor allem in den grösseren Städten hat dies dann schon beinahe Stadtfest Charakter.
Familientransport in Medan


Ein Monat lang Rhamadan Fest


Von Medan aus ging es weiter per Flieger nach Banda Aceh und per Fähre auf die Insel Weh. Dort verbrachten wir ein paar Tage in einem rustikalen Bungalow direkt am Meer – tropischer Traum also. Das Schnorcheln war wirklich ein Hit (leider keine Unterwasserkamera) und wir sahen Fische und Korallen in jeder nur erdenklichen Farbe.
Schorcheln auf der Insel Weh






Auf der Fähre von Weh nach Bandah Aceh

Dann waren wir noch zwei Tage in Banda Aceh. Banda Aceh ist bei uns in erster Linie wegen dem Tsunami von Weihnachten 2004 bekannt. Dort allein sollen ca. 25'000 Menschen ums Leben gekommen sein. Heute sind die Spuren der Verwüstung praktisch nicht mehr sichtbar, jedoch wurden ein Museum errichtet und zwei besonders spektakulär ins Land getragene Boote als Mahnmale belassen. Der Tsunami hatte aber für Banda Aceh tragischerweise auch eine positive Auswirkung. Der von 1975 bis 2005 ausgetragene Bürgerkrieg zwischen einer muslimisches Seperatistenbewegung und dem indonesischen Milität wurde beendet und Frieden geschlossen. Indonesien hat dafür akzeptiert, dass in Aceh das Scharia Recht gilt.
Die Provinz Aceh ist daher erst seit einigen Jahren gefahrlos zu bereisen. Für uns war es jedenfalls sehr friedlich und wir hatten auch als Nichtmuslime keinerlei Probleme. Ausgerechnet die erste katholische Kirche auf der ganzen Reise haben wir in Banda Aceh gefunden. Die Leute sind wieder sehr freundlich und überall wird einem ein freundliches „Hallo Mister. Where do you come from?“ entgegen geworfen.
Mit 59 Meschen darauf (alle überlebt) wurde das Boot mehrer Kilometer ins Landinnere gespült.


Dieses 2'600 Tonnen schwere Schiff wurde 3km weit vertragen.

Weiter gings nun zwei Tage lang eingeklemmt in Minibussen quer durch den Dschungel über teils dürftige Strassen nach Ketambe im Gunung Leuser National Park. Hier verbrachten wir drei Tage, waren im Dschungel unterwegs und konnten diverse Wildtiere beobachten. Das Highlight waren frei lebende Orang Utans - wirklich ein Wahnsinn wie ähnlich ihre Bewegungen und Körper den Menschen sind.
Ein Busfahrer bietet uns die Frucht Durian an.


Nicht immer die beste Strasse.

Vollmond im Dschungeldorf Ketambe.




...auch menschliche Primaten sind unterwegs.

WM Finale


Selbst ernannter Forest Ranger beim Fussball schauen.

Wieder eingepfercht im Minibus gings nach Berastagi, wo es endlich wieder einmal kühl war, da der Ort auf 1300 Meter liegt. Nach all der feucht heissen, tropischen endlos Schwitzerei ein Gedicht. Dort bestiegen wir dann auch einen aktiven (aber nicht Lava speienden) Vulkan und genossen die Aussicht.
am Strassenrand



Transport Flotte in Berastagi

Gemüse und Früchte ohne Ende.

Gurung Sibayak - ein aktiver Vulkan.


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